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Kühlschrank reparieren lassen

So arbeitet ein Kühlschrank

Ein Kühlschrank hält Lebensmittel kühl, indem er Wärme aus seinem Innenraum aufnimmt und an die Umgebung abgibt. Dafür arbeiten der Kompressor und mehrere Bauteile des Kältekreislaufs zusammen; die Regelung steuert, wann gekühlt und wann abgetaut wird. Im Kühlfach gelten etwa 4 bis 7 °C als üblicher Temperaturbereich, im Gefrierteil ungefähr −18 °C. Wer diese Abläufe kennt, kann die Funktion des Geräts besser einordnen und versteht, weshalb Arbeiten am Kältekreislauf Fachwissen erfordern.

Kompressor und Kältekreislauf

Der Kompressionszyklus transportiert Wärme aus dem Kühlschrank nach außen. Im Verdampfer nimmt das Kältemittel Wärme aus dem Innenraum auf und verdampft dabei bei niedrigem Druck. Der Kompressor saugt diesen gasförmigen Stoff an und verdichtet ihn. Durch die Verdichtung steigen Druck und Temperatur des Kältemittels deutlich; das heiße Gas strömt anschließend in den Kondensator.

Der Kondensator liegt bei vielen Geräten als Rohrschlange an der Rückseite, bei anderen ist er in die Gerätewände eingebaut. Dort gibt das Kältemittel Wärme an die Raumluft ab und verflüssigt sich, während sein Druck zunächst hoch bleibt. Danach durchströmt es ein Kapillarrohr oder ein Expansionsventil. Diese Drosselstelle begrenzt den Durchfluss und senkt den Druck, sodass das Kältemittel stark abkühlt, bevor es wieder in den Verdampfer gelangt.

Im Verdampfer nimmt das nun kalte Kältemittel erneut Wärme aus dem Kühl- oder Gefrierraum auf. Es siedet bereits bei niedriger Temperatur und wird wieder gasförmig. Der Kreislauf aus Verdichten, Wärmeabgabe, Drucksenkung und Wärmeaufnahme läuft weiter, solange die Regelung Kühlbedarf meldet. Im Kühlschrank sind etwa 4 bis 7 °C üblich, im Gefrierteil etwa −18 °C; die tatsächliche Temperatur hängt unter anderem von Gerät, Einstellung und Messstelle ab.

Der Kältekreislauf ist ein geschlossenes System: Das Kältemittel zirkuliert darin und wird im normalen Betrieb nicht verbraucht. Moderne Haushaltsgeräte verwenden meist Isobutan mit der Kennzeichnung R600a. Dieses Kältemittel ist brennbar, weshalb Öffnen, Nachfüllen oder andere Eingriffe in den Kreislauf ausschließlich Kältetechniker übernehmen dürfen. Für eine Kühlschrank Reparatur an diesem System sind außerdem passende Werkzeuge und Kenntnisse über das jeweilige Kältemittel erforderlich.

Ein funktionierender Kreislauf verschiebt Wärme, statt den Innenraum einfach „kalt zu erzeugen“: Die aufgenommene Wärme wird über den Kondensator an die Küche abgegeben. Deshalb kann die Umgebung am Gerät wärmer sein als der Innenraum, während der Kompressor zeitweise läuft.

Thermostat und Abtauung

Die Temperaturregelung schaltet die Kühlung abhängig davon, wie warm es im Innenraum ist. Ein mechanisches Thermostat erfasst die Temperatur über einen Fühler, häufig ein mit Gas gefülltes Kapillarrohr. Ändert sich der Druck im Fühler, bewegt ein kleiner Mechanismus elektrische Kontakte und schaltet den Kompressor ein oder aus. Der Drehregler gibt dabei meist eine Kühlstufe vor und zeigt nicht zwingend eine genaue Temperatur in Grad an.

Elektronisch geregelte Kühlschränke messen die Temperatur mit Sensoren, etwa mit einem Widerstandsthermometer. Eine Steuerung verarbeitet die Messwerte und schaltet den Kompressor; bei manchen Modellen passt sie dessen Leistung zusätzlich an. Das ermöglicht eine genauere Regelung und getrennte Einstellungen für Kühl- und Gefrierteil. Ein angezeigter Sollwert ist jedoch nicht automatisch identisch mit der Temperatur an jeder Stelle, weil Luftführung und Beladung zu kleinen Unterschieden führen können.

Bei der automatischen Abtauung im Kühlfach wird der Verdampfer in vielen Geräten in eine Rückwand integriert. Während einer Kühlpause taut die dünne Reifschicht dort ab; das Wasser läuft über eine Ablaufrinne ab. Dieser Vorgang erfolgt im normalen Betrieb wiederholt und hält den Verdampfer weitgehend frei von Eis. Die Temperaturregelung berücksichtigt den Kühlbedarf, damit die Abtauphase nicht unnötig lange dauert.

No-Frost-Geräte arbeiten anders: Ein Ventilator verteilt die gekühlte Luft, während der Verdampfer meist in einem getrennten Bereich verborgen ist. In regelmäßigen Abständen unterbricht die Steuerung die Kühlung und schaltet eine Abtauheizung am Verdampfer ein. Das entstehende Schmelzwasser wird über einen Ablauf aus dem Gerät geleitet. Sensoren oder zeitgesteuerte Programme beenden die Abtauphase, bevor der normale Kühlbetrieb wieder aufgenommen wird.

Der Unterschied zeigt sich vor allem bei der Eisbildung: Bei einem herkömmlichen Gefrierfach kann sich mit der Zeit Reif ansammeln, während No-Frost die Eisbildung im Nutzraum stark vermindert. Ventilator und Abtauheizung benötigen zusätzliche Energie und können zeitweise hörbar sein. Die automatische Abtauung sorgt dafür, dass der Verdampfer nicht dauerhaft von einer isolierenden Eisschicht bedeckt wird; bei No-Frost übernimmt die Steuerung diesen Vorgang regelmäßig.

Wann eine Reparatur im Fachbetrieb nötig ist

Ein Fachbetrieb ist gefragt, wenn ein Fehler an elektrischen Bauteilen oder am geschlossenen Kältekreislauf vermutet wird. Geräusche, Anzeigen und sichtbare Veränderungen können Hinweise liefern, beweisen aber nicht, welches Bauteil ausgefallen ist. Ein Kühlschrank Techniker kann die Ursache mit Messungen und einer modellbezogenen Diagnose eingrenzen. Arbeiten an Netzanschlüssen gehören in die Hände einer Elektrofachkraft; Eingriffe in den Kältekreislauf sind Sache eines entsprechend qualifizierten Kältefachbetriebs. Die Entscheidung für eine Kühlschrank Reparatur hängt auch davon ab, ob passende Teile verfügbar sind und ob der Aufwand zum Alter und Zustand des Geräts passt.

Kompressor läuft nicht oder dauerhaft

Ein stillstehender Kompressor kann sich durch fehlendes Brummen bemerkbar machen, während der Innenraum allmählich wärmer wird. Bei einem Startversuch sind gelegentlich ein kurzes Klicken oder wiederholte Klickgeräusche zu hören. Läuft der Kompressor dagegen über längere Zeit ohne erkennbare Pausen, kann das auf eine fehlerhafte Ansteuerung oder ein mechanisches Problem hindeuten. Keines dieser Symptome reicht allein für eine sichere Diagnose: Auch ein Temperaturfühler oder die Steuerung kann dem Kompressor falsche Signale geben.

Das Startrelais unterstützt den Anlauf des Kompressormotors und schaltet die dafür benötigte Startwicklung nach dem Hochlaufen wieder ab. Ist das Relais beschädigt, kann der Motor brummen, klicken oder gar nicht erst anlaufen. Der Kompressor verdichtet das Kältemittel und setzt damit den Umlauf im Kühlsystem in Gang. Ein mechanischer Schaden am Kompressor lässt sich äußerlich nicht zuverlässig feststellen; dafür braucht es Messungen und eine Prüfung durch Fachpersonal.

Von außen können Sie lediglich beobachten, ob das Gerät ungewöhnliche Geräusche macht, ob eine Fehleranzeige erscheint und ob sich das Betriebsverhalten verändert hat. Notieren Sie den angezeigten Code und die Häufigkeit der Klicks, ohne Gehäuseteile oder Abdeckungen zu entfernen. Diese Angaben helfen dem Kundendienst, das passende Prüfverfahren und mögliche Bauteile vorzubereiten. Ein Thermostatfehler oder ein fehlerhafter Sensor kann ebenfalls dazu führen, dass der Kompressor nicht startet oder zu lange läuft.

Im Fachbetrieb prüft eine Elektrofachkraft die elektrischen Verbindungen und Messwerte am Startkreis; Prüfungen an spannungsführenden Teilen sind keine Eigenarbeit. Der Kältetechniker beurteilt zusätzlich, ob der Kompressor mechanisch arbeitet und ob der Kältekreislauf dazu passende Anzeichen zeigt. Je nach Modell werden Startrelais, Motordaten und die Ansteuerung kontrolliert. Erst die Kombination dieser Befunde trennt einen vergleichsweise begrenzten Relaisfehler von einem teuren Kompressorschaden.

Ein defektes Startrelais kann sich zu beheben lohnen, sofern ein passendes Teil erhältlich ist und der Kompressor selbst intakt ist. Bei einem beschädigten Kompressor sollte der Betrieb einen Kostenvoranschlag erstellen und das Alter, den Gerätezustand sowie den Aufwand für den Eingriff berücksichtigen. Ein dauerhafter Lauf allein rechtfertigt keinen Teiletausch; entscheidend ist, ob die Steuerung korrekt schaltet und der Kompressor die erwartete Funktion erfüllt.

Elektronik oder Sensor defekt

Fehler an der Steuerung zeigen sich je nach Modell durch blinkende Anzeigen, nicht reagierende Tasten, unplausible Temperaturwerte oder wiederkehrende Fehlermeldungen. Ein Sensorfehler kann dazu führen, dass die angezeigte Temperatur deutlich von der tatsächlichen abweicht oder der Kompressor trotz unveränderter Einstellung ungewöhnlich geschaltet wird. Ein einzelnes Symptom beweist keinen Defekt an der Elektronik: Auch ein loses Steckkontaktproblem, ein beschädigter Fühler oder eine Unterbrechung in der Leitung kommt als Ursache infrage.

Die Steuerplatine verarbeitet die Signale von Temperaturfühlern und Bedienelementen und gibt daraus Schaltbefehle an Komponenten wie den Kompressor weiter. Ein Temperaturfühler misst die Temperatur an einer bestimmten Stelle im Gerät; die Steuerung nutzt diesen Messwert für die Regelung. Welche Widerstands- oder Spannungswerte gelten, hängt vom verbauten Sensortyp und Modell ab. Deshalb vergleicht der Techniker Messungen an vorgesehenen Prüfpunkten mit den Herstellerangaben, statt aus einer beliebigen Anzeige auf ein bestimmtes Ersatzteil zu schließen.

Bei der Diagnose liest der Fachbetrieb verfügbare Fehlercodes aus und prüft, ob die Sensorwerte bei unterschiedlichen Temperaturen plausibel reagieren. Zusätzlich kontrolliert eine Elektrofachkraft die Versorgung und die elektrischen Verbindungen der Steuerung. Diese Messungen können Arbeiten an Netzspannung einschließen und erfordern geeignetes Fachwissen sowie Messgeräte. Eine Platine sollte nicht auf Verdacht ersetzt werden: Ein fehlerhafter Sensor oder Kontakt kann denselben Fehlercode auslösen und nach dem Austausch weiter Probleme bereiten.

Als Reparatur kommen je nach Befund ein neuer Sensor, die Instandsetzung einer geeigneten Platine oder der Austausch des Steuerungsmoduls infrage. Verfügbarkeit und Preis variieren nach Hersteller, Modell und Gerätealter; der Kundendienst kann anhand der Modell- und Seriennummer gezielt nach dem passenden Teil suchen. Seit dem 1. März 2021 regelt die Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2019 die Verfügbarkeit bestimmter Ersatzteile für professionelle Reparateure. Dazu zählen unter anderem Thermostate, Temperatursensoren und Leiterplatten; Türscharniere und Türdichtungen sind ebenfalls erfasst. Für die genannten Bauteile gelten je nach Teil festgelegte Bereitstellungszeiträume.

Vor der Freigabe lohnt es sich, einen Kostenvoranschlag einzuholen, der Diagnose, Arbeitszeit und Bauteil getrennt ausweist. Ist ein passendes Modul nicht mehr erhältlich oder übersteigt der Aufwand den Wert eines vergleichbaren Geräts deutlich, kann ein Austausch wirtschaftlicher sein. Ein qualifizierter Betrieb erklärt, ob eine Reparatur dauerhaft zu erwarten ist oder lediglich ein nicht mehr lieferbares Bauteil ersetzt werden müsste.

Kältemittel- oder Leckageproblem

Ein Problem im geschlossenen Kältekreislauf kann sich dadurch zeigen, dass der Kompressor arbeitet, die Kühlleistung aber nachlässt. Eine ungleichmäßige Vereisung, etwa ein kleiner Frostbereich an einer Stelle des Verdampfers statt eines gleichmäßigen Musters, kann für eine Störung sprechen. Auch ölartige Spuren an zugänglichen Rohrverbindungen oder am Kompressor sind ein möglicher Hinweis: Mit austretendem Kältemittel kann Schmieröl mitgeführt werden. Solche Beobachtungen sind Indizien, keine sichere Leckdiagnose; Staub, Kondenswasser oder andere Rückstände können ähnlich aussehen.

Ein Dichtungsversagen lässt sich nicht immer an einer sichtbaren Stelle erkennen. Haarrisse, Korrosion an Rohrleitungen oder eine undichte Verbindung können sich hinter Abdeckungen oder in Bereichen befinden, die von außen nicht zugänglich sind. Bei manchen Geräten fällt die Kühlleistung schrittweise ab, bei anderen tritt der Fehler nach einer Beschädigung rasch auf. Das Fehlen sichtbarer Ölspuren schließt einen Verlust von Kältemittel nicht aus. Für eine belastbare Beurteilung muss der Fachbetrieb das gesamte Kühlsystem und die zum Modell gehörenden Betriebsdaten einbeziehen.

Lecksuche und Eingriffe in den Kältekreislauf gehören ausschließlich in die Hände eines entsprechend qualifizierten Kältetechnikers. Je nach Bauart und Fehlerbild nutzt der Fachbetrieb geeignete Lecksuchgeräte und fachgerechte Prüfverfahren, um die undichte Stelle einzugrenzen. Wird eine Leckage bestätigt, muss sie vor einer Wiederbefüllung behoben werden. Anschließend wird die vorgeschriebene Kältemittelmenge nach den Gerätedaten bestimmt; eine bloße Ergänzung ohne Fehlerbehebung wäre keine dauerhafte Reparatur. Bei elektrischen Prüfungen am Gerät ist zusätzlich eine Elektrofachkraft zuständig.

Öffnen Sie weder den Kältekreislauf noch Netzanschlüsse. Moderne Geräte können brennbare Kältemittel wie Isobutan (R600a) enthalten; die Kennzeichnung am Gerät gibt Auskunft über das verwendete Mittel. Schon deshalb sind improvisierte Arbeiten, ein Nachfüllen aus einer Fremdflasche oder ein Versuch mit ungeeigneten Dichtmitteln keine vertretbare Lösung. Der Fachbetrieb kann anhand des Typenschilds und der technischen Unterlagen feststellen, welches Verfahren und welche Bauteile für das konkrete Gerät zulässig sind.

Ob sich die Reparatur rechnet, hängt vor allem von der Lage der Leckage, der Zugänglichkeit der Rohrleitung, dem Alter des Geräts und dem Umfang des Eingriffs ab. Ein Defekt im geschlossenen Kältekreis ist bei älteren Geräten oft unwirtschaftlich: Die Fehlersuche und fachgerechte Instandsetzung können aufwendig sein, während weitere altersbedingte Ausfälle möglich bleiben. Bei einem neueren oder hochwertigen Gerät kann eine gut zugängliche, eindeutig lokalisierte Leckstelle eher eine Reparatur rechtfertigen als ein Schaden an einem schwer erreichbaren Verdampfer im eingeschäumten Gehäuse.

Bitten Sie vor der Freigabe um einen schriftlichen Kostenvoranschlag, der Lecksuche, Reparatur, Kältemittel und Arbeitszeit getrennt aufführt. Vergleichen Sie diesen Gesamtbetrag mit dem Wert eines geeigneten Ersatzgeräts und beziehen Sie den Energieverbrauch sowie den Zustand von Türen, Elektronik und Kompressor ein. Bei einem älteren Gerät mit umfangreichem Schaden ist ein Austausch häufig nachhaltiger als eine teure Reparatur, die keine verlässliche Nutzungsdauer erwarten lässt. Bei einer klar begrenzten, zugänglichen Undichtigkeit kann eine fachgerechte Instandsetzung dagegen die Lebensdauer verlängern und eine vorzeitige Entsorgung vermeiden.

Prüfungen von außen

Ein Kühlschrank kühlt manchmal schlechter, weil Luftwege, Türschluss oder Wasserablauf beeinträchtigt sind. Prüfen Sie diese Punkte selbst, bevor Sie wegen eines vermeintlich größeren Defekts einen Fachbetrieb beauftragen. Ziehen Sie vor jeder Kontrolle den Netzstecker und beschränken Sie sich auf frei zugängliche Bereiche; nehmen Sie keine Abdeckungen ab und berühren Sie keine elektrischen Bauteile. Erst nach Abschluss der Arbeiten schließen Sie das Gerät wieder an und beobachten, ob sich die Kühlleistung normalisiert.

Aufstellung und Lüftung

Der Kühlschrank muss Wärme an die Umgebung abgeben können. Prüfen Sie deshalb die Aufstellung und die von außen erreichbaren Lüftungsbereiche bei gezogenem Netzstecker.

  • Vergleichen Sie den Abstand an Rückseite und Seiten mit den Vorgaben des Herstellers; ein zu kleiner Lüftungsspalt behindert den Wärmeabtransport und kann die Kühlung belasten.
  • Prüfen Sie, ob Sonne, Heizkörper oder ein Backofen das Gerät erwärmen; eine nahe Wärmequelle erhöht die Umgebungstemperatur und erschwert das Abführen der Kühlschrankwärme.
  • Achten Sie auf eine feste, ebene Standfläche: Wackelt das Gehäuse oder steht es deutlich schief, kann das auf eine ungeeignete Aufstellung statt auf einen inneren Defekt hinweisen.
  • Sehen Sie nach, ob an der zugänglichen Kondensatorfläche oder am Lüftungsgitter eine sichtbare Staubschicht sitzt; Staub kann den Luftaustausch und damit die Wärmeabgabe verringern.
  • Entfernen Sie losen Staub nur an frei zugänglichen Stellen vorsichtig mit einem weichen Tuch oder einer Bürste; bauen Sie dafür weder Gitter noch Geräteabdeckungen aus.
  • Prüfen Sie außerdem, ob Vorhänge, Kartons oder abgestellte Gegenstände die Luftöffnungen verdecken; ein freier Luftweg verhindert, dass sich warme Luft direkt am Gerät staut.

Ist ein Lüftungsspalt blockiert, eine Wärmequelle zu nah oder Staub sichtbar, korrigieren Sie ausschließlich diesen äußeren Befund. Bleibt die Kühlung nach dem Wiederanschließen unzureichend, sollte ein Kühlschrank Techniker die Ursache prüfen.

Türdichtung und Temperatureinstellung

Eine Tür, die nicht gleichmäßig schließt, lässt warme Raumluft eindringen. Prüfen Sie Dichtung und Einstellungen bei gezogenem Netzstecker; die Bedienungsanleitung gibt die passende Stellung für Ihr Modell an.

  • Klemmen Sie einen Papierstreifen zwischen Dichtung und Gehäuse und schließen Sie die Tür; lässt sich das Papier ohne Widerstand herausziehen, ist der Anpressdruck an dieser Stelle möglicherweise zu gering.
  • Wiederholen Sie den Papiertest an mehreren Stellen rund um die Tür, besonders an den Ecken; ein einzelner lockerer Abschnitt kann auf eine örtlich verformte oder beschädigte Dichtung hinweisen.
  • Kontrollieren Sie die Dichtung bei gutem Licht auf Risse, Ablösungen, harte Stellen und sichtbare Verschmutzung; solche Befunde können den Türschluss beeinträchtigen und einen Austausch erforderlich machen.
  • Sehen Sie die Thermostatstellung nach und vergleichen Sie sie mit der empfohlenen Position in der Anleitung; eine versehentlich zu warme Einstellung kann erklären, warum der Innenraum nicht ausreichend abkühlt.
  • Prüfen Sie, ob Lebensmittel oder Behälter die Tür am vollständigen Schließen hindern oder den Innenraum stark füllen; eine blockierte Luftzirkulation kann zu ungleichmäßiger Kühlung führen.

Eine verschmutzte Dichtung lässt sich außen mit einem weichen, leicht feuchten Tuch reinigen; verändern Sie die Einstellung nur entsprechend der Herstellerangabe. Bleibt der Papiertest an mehreren Stellen auffällig oder schließt die Tür trotz freiem Türbereich nicht dicht, kann der Kühlschrank Kundendienst beurteilen, ob eine neue Dichtung nötig ist.

Abtauwasser-Ablauf

Bei vielen Geräten läuft Abtauwasser über ein zugängliches Ablaufloch und ein Rohr ab. Ziehen Sie vor der Kontrolle den Netzstecker und prüfen Sie nur die sichtbaren Bereiche, ohne Verkleidungen zu entfernen.

  • Sehen Sie nach, ob das Ablaufloch an der zugänglichen Rückwand des Kühlraums sichtbar mit Krümeln oder anderen Ablagerungen bedeckt ist; eine Verstopfung kann Wasser im Innenraum zurückhalten.
  • Prüfen Sie den erreichbaren Bereich des Ablaufrohrs auf sichtbare Knicke, Ablagerungen oder einen versperrten Auslass; ein gestörter Durchfluss kann Wasseransammlungen unter den Ablagen verursachen.
  • Steht Wasser am Boden des Kühlraums oder unter den Gemüsefächern, passt das zu einem blockierten Ablauf und sollte Anlass sein, die zugängliche Öffnung auf eine sichtbare Blockade zu prüfen.
  • Ein eingefrorener Siphon kann den Abfluss ebenfalls verschließen; wenn der Ablaufbereich vereist ist, lösen Sie das Eis nicht mit scharfen Gegenständen und bauen Sie keine Teile aus.
  • Entfernen Sie nur lose, unmittelbar sichtbare Rückstände ohne Druck und nach Herstellervorgabe; bleibt der Ablauf blockiert, ist das Rohr nicht frei zugänglich oder tritt erneut Wasser aus, sollte ein Fachbetrieb übernehmen.

Ein frei sichtbarer Ablauf ohne Wasserstau spricht gegen eine einfache Verstopfung. Bei wiederkehrendem Wasser oder einem nicht zugänglichen Rohr ist eine fachgerechte Kühlschrank Reparatur sinnvoller als Eingriffe in das Gerät.

Fragen zum Kühlschrank reparieren lassen

Diese Antworten helfen Ihnen, einen Kühlschrankausfall einzuordnen und die nächsten Schritte abzuwägen.

Warum kühlt der Kühlschrank nicht, obwohl das Licht an ist?

Ein leuchtendes Innenlicht zeigt nur, dass die Beleuchtung Strom erhält; es bestätigt nicht, dass die Kühlung funktioniert. Als Ursachen kommen etwa ein ausgefallener Kompressor, ein fehlerhaftes Thermostat, blockierte Luftzirkulation oder ein defekter No-Frost-Lüfter infrage. Prüfen Sie von außen, ob die Temperatureinstellung versehentlich verändert wurde und ob Lebensmittel die Luftwege verdecken. Achten Sie außerdem darauf, ob das Gerät ungewöhnliche Betriebsgeräusche macht. Bleibt der Innenraum trotz dieser einfachen Kontrollen warm oder ist der Kühlschrank defekt, sollte ein Kühlschrank Techniker die Ursache fachgerecht feststellen.

Wie lange hält ein Kühlschrank?

Ein Haushaltskühlschrank hält typischerweise etwa 10 bis 15 Jahre; einzelne Geräte können früher ausfallen oder länger funktionieren. Die Lebensdauer hängt unter anderem von Verarbeitung, Nutzungshäufigkeit, Umgebungstemperatur und regelmäßiger Pflege ab. Häufiges Öffnen der Tür und ein dauerhaft stark beanspruchter Betrieb können den Verschleiß erhöhen. Ob eine Kühlschrank Reparatur noch sinnvoll ist, richtet sich nach Alter, Fehlerbild, Reparaturaufwand und Verfügbarkeit passender Ersatzteile. Bei einem jüngeren Gerät mit klar eingrenzbarem Defekt kann eine Instandsetzung attraktiv sein; bei einem alten Gerät sollte auch der Energieverbrauch eines Ersatzgeräts in die Abwägung einfließen.

Kann ich Kältemittel selbst nachfüllen?

Nein, Kältemittel dürfen Sie nicht selbst nachfüllen. Arbeiten am geschlossenen Kältekreis gehören in die Hände eines zugelassenen Kältefachbetriebs; bei fluorierten Kältemitteln gelten zusätzlich besondere Zertifizierungspflichten. Der Kreislauf ist ein geschlossenes System, und ein niedriger Füllstand weist meist auf eine Undichtigkeit hin, die zuerst fachgerecht gefunden und behoben werden muss. Eigenmächtiges Öffnen oder Befüllen kann das Gerät beschädigen und Risiken durch Druck oder austretendes Kältemittel verursachen. Lassen Sie bei Verdacht auf einen Fehler im Kältekreis einen Fachbetrieb prüfen, ob eine Reparatur technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar ist.

Was tun mit dem Inhalt bei einem Ausfall?

Halten Sie die Kühlschranktür möglichst geschlossen und bringen Sie besonders empfindliche Lebensmittel bei Bedarf in ein funktionierendes Kühlgerät oder eine gut isolierte Kühlbox mit Kühlakkus. Trennen Sie leicht verderbliche Waren von Lebensmitteln, die weniger empfindlich auf eine vorübergehende Erwärmung reagieren, und vermeiden Sie unnötiges Umräumen. Prüfen Sie den Zustand der Produkte, bevor Sie sie verwenden. Aufgetaute Lebensmittel dürfen nicht wieder eingefroren werden. Wenn die Kühlung länger ausfällt, kann ein Kühlschrank Kundendienst die Störung zeitnah beurteilen, damit Sie die weitere Lagerung planen können.